Die Voruntersuchungen

Die Voruntersuchungen beginnen mit einer ausführlichen Anamnese, in der die Vorgeschichte des Patienten  (Art, Dauer und Ausmaß der Hörbeeinträchtigung) genau abgeklärt werden.

Bei einem eintägigen ambulanten Termin werden u.a. verschiedene audiologische Tests durchgeführt:

 

Tonaudiogramm:

Ein Tonaudiogramm wird mit dem Ziel durchgeführt, die Hörschwelle des Patienten zu ermitteln. Die Hörschwelle ist der Schalldruckpegel, bei dem Töne gerade noch wahrgenommen werden.

 

Sprachaudiogramm:

Das Sprachaudiogramm ist ein Sprachverständlichkeitstest, bei dem untersucht wird, inwieweit der Patient Sprache (Silben, Wörter und Sätze) hören und verstehen kann. Auch die Effizienz der Hörgeräte-Versorgung eines Patienten kann so überprüft werden.

 

Hirnstammaudiometrie (BERA):

Bei der sog. BERA wird die elektrische Reaktion der Hörbahnen im Gehirn bei akustischer Reizung gemessen. Die Messung erfolgt über aufgeklebte Elektroden an Stirn, Schläfen und Kinn, die Klickreize werden mit Kopfhörern übertragen.

 

Vestibularisdiagnostik:
Bei der Gleichgewichtsprüfung werden zunächst mit Hilfe der sog. Frenzelbrille  Nystagmen (d.h. unkontrollierbare, rhythmisch verlaufende Bewegungen des Auges) beobachtet. Bei der sog. kalorischen Prüfung werden die Gehörgänge einzeln mit warmer und kalter Luft bzw. warmem und kaltem Wasser gespült, um die Erregbarkeit des Vestibularorgans (Gleichgewichtsorgan) zu untersuchen. Dabei werden über eine Videobrille die Augenbewegungen aufgezeichnet. Die Daten werden mit Hilfe des Computers ausgewertet und liefern Anhaltspunkte für eine Störung des vestibulären Systems.

 

Des Weiteren werden eine Computertomographie (CT) des Felsenbeins sowie eine Magnetresonanz-tomographie (MRT) des Schädels gemacht, um genaue bildliche Informationen über die Anatomie des Ohres und des Schädels zu erhalten und um festzustellen, ob die Cochlea mit Flüssigkeit gefüllt ist.

 

In einem abschließenden Gespräch werden die Untersuchungsergebnisse mit dem Patienten besprochen und weitere Fragen geklärt.

Im Falle einer festgestellten Indikation für das CI wird der Patient ausführlich  zum weiteren Verlauf der Versorgung informiert und erhält einen OP-Termin.