Das Cochlear-Implant?
Das CI ist kein implantierbares Hörgerät, das den Schall verstärkt,
sondern vielmehr eine Hörprothese. Es übernimmt die Funktion des Innenohrs
und ersetzt die Reizübertragung der Sinneszellen an den Hörnerven in der
Hörschnecke.
Aufbau und Funktion des CIs
Das Cochlear-Implant besteht aus zwei Systemkomponenten:
1. dem Implantat mit Empfängerspule und Stimulationselektroden (linkes Bild)
2. dem am Körper getragenen Sprachprozessor mit einem Mikrophon und einer
Sendespule. (rechtes Bild)

Implantat und Sprachprozessor
(mit freundlicher Genehmigung der Fa. Cochlear)
Die implantierte Empfängerspule mit Magnet hält die extern
getragene Sendespule mit dem Gegenmagneten genau über dem Implantat fest
(und kann somit bei entsprechender Frisur unsichtbar getragen werden).
Das Mikrophon inkl. Elektronik gleicht einem herkömmlichen HdO-Hörgerät und
ist mit der Sendespule leicht abnehmbar. Der extrakorporal, also am Körper
getragene Teil des CIs ist aber auch als Taschenprozessor (in Brusttasche,
am Haltegurt oder Gürtel) erhältlich.
Die folgende Abbildung veranschaulicht und beschreibt die Funktionsweise
eines Cochlear-Implants:

Funktionsweise des CI (mit
freundlicher Genehmigung der Fa. Cochlear)
Der äußerlich getragene Sprachprozessor (1) empfängt die
Schallwellen über das Mikrophon und wandelt sie in digitale Signale um.
Diese werden über die Sendespule (2), durch die Haut an das Implantat
weitergeleitet. Das Implantat wandelt die Signale in elektrische Energie um
und sendet sie über den Elektrodenträger (3) in die Hörschnecke. Hier
stimulieren die Elektroden den Hörnerven (4) und der Höreindruck kann vom
Gehirn empfangen werden.
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